Der 660 Einwohner zählende Moselort ist geprägt von Weinbau und Tourismus. Die einst mittelalterliche Bausubstanz mit Toren, Türmen und Befestigungsanlage fiel am 13. August 1839 einer verheerenden Brandkatastrophe zum Opfer. 106 Wohnhäuser, 22 Kelterhäuser und 7 Scheunen brannten ab. Nur wenige Anwesen blieben verschont. Beim Wiederaufbau Senheims wurde der Ort nach dem römischen System in Quadrate mit breiten Strassen aufgeteilt, um eine nochmalige Brandkatastrophe zu verhindern. Von 1965 bis 1967 wurden die heutige Moselbrücke und der Hafen gebaut. Der Hafendamm macht Senheim hochwasserfrei. 
Der Ortsteil Senhals wurde von der Brandkatastrophe verschont. Urkundlich 1067 erwähnt, findet man dort noch alte Bausubstanz und Fachwerkhäuser. Mittelpunkt ist die über 600 Jahre alte Magdalenenkapelle mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert. 
Senheim-Senhals präsentiert sich heute als löwenstarkes Wein- und Feriendorf. Mit einem umfassenden touristischen Angebot an Hotels, einer gepflegten Gastronomie, Weinstuben, Cafés, Gästezimmern und Ferienwohnungen, einem breiten weindorftypischen Veranstaltungsspektrum, wie Weinfeste, Weinwanderungen und Weinproben beim Winzer heißt Senheim-Senhals seine Gäste herzlich willkommen. Für Kurzweil sorgen eine Besichtigung des hochinteressanten Skulpturenparks, des Literatenweges, des weithin bekannten Weinmuseums oder der verschiedenen Galerien. Für sportlich Interessierte bieten sich der Nordic-Walking-Park, 2 Tennisplätze oder die zahlreichen gut begehbaren und ausgeschilderten Wanderwege an. Abgerundet wird das Angebot durch den gemeindeeigenen Yachthafen mit zugehörigem Campingplatz. 

Senheim

Wo sonst, wenn nicht in dieser traumhaften Landschaft, könnten die besten Weine wachsen? 

Senheim ist malerisch eingebettet in das Tal am Fluss, umkränzt von steilen Weinhängen, die die Sonne für die besten Trauben einfangen. Hier entdecken auch Sie die Sonnenseite des Lebens! 

Senhals

Senhals ist der kleinere Ortsteil unserer Gemeinde und liegt am linken Moselufer, durch die Straßenbrücke mit Senheim verbunden. Es reicht mit seinen schönen Fachwerkbauten direkt ans Moselufer und ist durch einen Hügelrücken von der
Bundesstraße und ihrem Lärm getrennt. So zeigt sich Senhals als kleines, ruhiges Winzerdorf mit der sehenswerten Magdalenen-Kapelle.

Chronik

Drei Herren (im Wappen drei Löwen) gehörte der befestigte Ort Senheim: den Sponheimern, den Grafen von Metternich und dem Kurfürsten von Trier. Senheim wurde urkundlich erstmals im Jahre 1140 genannt; ist aber alleine schon der Namengebung her deutlich älter.
Von Senhals haben wir schon rund 100 Jahre früher geschichtliche Kunde. Die Kölner Kirche besaß bereits 1067 Güter in Senhals. Da der Ort Senhals stets unbefestigt war, mußte er schutzlos allen Kriegsstürmen ausgesetzt sein, so daß von seiner mittelalterlichen Größe und Wohlhabenheit nur mehr wenig übrigblieb. 1576 wurde Senhals von spanischen Truppen, von den Niederlanden kommend, restlos ausgeplündert und niedergebrannt. So auch im 30jährigen Krieg und in den frz. Kriegen. Die Franzosen bauten, als sie 1794 kamen, zwei Brücken zwischen Senheim und Senhals. Sie standen bis 1810.

In Senheim schlägt die Geschichte ein hochinteressantes Kuriosum auf, daß Preußen seit 1618 in Senheim Besitz und Rechte hatte, während alle übrigen Moselorte erst 1815 auf dem Wiener Kongreß preußisch wurden. Die Senheimer können sich rühmen, die ersten und ältesten Preußen an der Mosel zu sein. Ebenso Senhals, die wie das gegenüberliegende Senheim zur Grafschaft Sponheim kamen und 1618 an Brandenburg und eigentlich zeitlich richtig 1666 an Preußen. Senheim wäre heute ein wunderschönes, bauprachtvolles und sehr landschaftsprägendes Kleinod an der Mosel, wenn nicht 1839 die große Brandkatastrophe alles an dörflicher Substanz vernichtet hätte. Es war der größte Schicksalsschlag des Dorfes und seiner Bewohner. Wer heute mit Ruhe das Dorf durchwandert, dem fällt auf, dass der Dorfkern anders aussieht als die typischen Moseldörfer.

Breit sind die steilen Straßen, die zur Kirche laufen. Fast alle Häuser zeigen ungewohnte Bauarten, Lineal und Maßstab sind zu spüren. Und nach einheitlichem Bauplan quadratisch geformt musste Senheim erneuert werden nach dem Brand von 1839. Am 13. August 1839 wurde bei einer furchtbaren Brandkatastrophe Senheim eingeäschert. 106 Wohnhäuser, 22 Kelterhäuser und 7 Scheunen brannten ab. Das Burghaus blieb stehen ( heute Galerie und im Eigentum des Künstlers (Christoph Anders ) ebenso die Kirche und wenige andere Anwesen.

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